Archiv April 2002 ZU DRESDNER ARCHITEKTUR  & ARCHITEKTEN

Libeskind-Bau

Einige Jahre war es recht ruhig um die Hauptstraße. Jetzt sorgt sie für Aufsehen mit dem geplanten futuristischen Neubau von Stararchitekt Daniel Libeskind. Mit ihm will die Wohnbau Nordwest als Bauherr einen neuen Besuchermagnet auf dem Einkaufsboulevard am Goldenen Reiter schaffen.
Das "Kulturkaufhaus" in dem zweiteiligen Libeskind-Gebäude, für das andere steht noch keine Nutzung fest, soll auch neue Impulse für die gesamte Innere Neustadt setzen.

aus: sz-online Dresdner Stadtrundschau vom 28.03.02




Waldschlößchenbrücke

Die Elbe mit ihren Hängen und Auen, das vollendete Ensemble des Theaterplatzes, der unvergleichliche Canaletto-Blick: Helmut Trauzettel gerät leicht ins Schwärmen, wenn er von den Vorzügen seiner Wahlheimatstadt spricht. Allenfalls Krakau und Prag könnten noch mithalten: "Doch auch die sind nicht so herrlich in die Landschaft eingebettet wie Dresden."


Kein Wunder also, dass sich der Architekt auch mit 75 noch einmischt, wenn dieser für ihn so einmaligen Stadt Ungemach droht. Mit Vehemenz kämpft Trauzettel gegen die Waldschlößchenbrücke: Sie zerstöre den Elbraum und verschlinge mehr Geld als zwei kleinere Brücken und ein neuer Konzertsaal dazu. "Ich habe nichts gegen moderne Architektur", sagt der emeritierte Professor. "Und ich freue mich über jeden Baustein, der in Dresden eingefügt wird - wenn er an seinen Platz passt."

aus: sz-online Dresden-Stadt vom 30.03.02
Neumarkt

Die Architekten Tell Kühne und Andreas Hummel machen sich Sorgen um den Neumarkt. "Es wird immer nur über museale Einzelstücke in Form von Leitbauten diskutiert", sagt Tell Kühne. "Doch damit allein lässt sich der Mythos des Platzes nicht wieder zurückholen." Kühne fürchtet, dass am Neumarkt nostalgischer Fanatismus und marktwirtschaftliche Interessen unversöhnlich aufeinander prallen. "Hinzu kommt das Misstrauen der Öffentlichkeit gegenüber moderner Architektur, das im demokratischen Entscheidungsprozess - ähnlich wie am Altmarkt - nur zu mittelmäßigen Lösungen führen wird", sagt er.

Die beiden Dresdner Architekten fordern deshalb ein neues, ganzheitliches Herangehen. "Nicht das einzelne Haus, sondern die Wiederbelebung historischer Stadtstrukturen muss im Mittelpunkt stehen", sagt Kühne.

aus:
sz-online Dresden-Stadt vom 27.03.02

"Bioparc"-Doppelhelix

Mit begründetem Optimismus geht die Landeshauptstadt Dresden in weitere Verhandlungen mit der Klaus-Tschira-Stiftung (KTS) über die geplante Ansiedlung des Bioinformatikzentrums "Bioparc" im Gelände des Lingnerschlosses.

Nachdem die Stiftung ihre Pläne zum "Bioparc" am 25.02.2002 vorläufig auf Eis gelegt hatte, bekräftigte KTS-Sprecherin Renate Ries wenige Tage später: "Es gibt ein klares Bekenntnis zu Dresden." Das Angebot aus Leipzig wurde "dankend zur Kenntnis genommen. Aber für uns gab es immer nur Dresden."

aus: dresden.de





Konzepte für Ostragehege

Ein (...) Projekt stellte der Architekt Rainer Hoelzer vor. Während im ersten Bauabschnitt eine Mehrzweckhalle, eine Trainingshalle und eine 400-Meter-Eislaufbahn gebaut werden sollen, kämen später noch ein Motodrom, ein Sportgymnasium, ein Sporthotel, ein Hallenbad und eine Leichtathletik-Wettkampfhalle hinzu.

aus: sz-online Dresden-Stadt vom 08.03.02