Archiv Mail 2002 ZU DRESDNER ARCHITEKTUR  & ARCHITEKTEN

Dresdner Neubau an die Sächsische Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek übergeben

Der Gebäudekomplex aus hellem Thüringer Travertin wurde gestern gefeiert als gewaltiger Kraftakt, als derzeit größter Bibliotheksneubau Deutschlands, als ein Versprechen auf Zukünftiges.Das Architekturbüro Ortner + Ortner ist seit Entwürfen für das Züricher Schauspielhaus und das Wiener Museumsquartier für unkonventionelle Lösungen bekannt. Gestern war sogar von „schlichter Erhabenheit“ die Rede Noch läuft die Bauübergabe, noch stehen die meisten Regalbretter leer. Exakt 34 000 sind es allein für den Freihandbereich.
aus: sz-online Dresden-Stadt vom
16. April 2002   
(Karin Großmann)

Der Kiosk

"In einer Zeit, in der viele europäische Städte einer Säuberung ihres innerstädtischen Images unterzogen werden, wird auch die Kioskkultur aus Dresdens Innenstadt langsam verdrängt. Als mobiles Gebäude soll INFO OFFSPRING im Stadtbild temporär integriert werden."


Die formale Erscheinung von INFO OFFSPRING Als mobiler Container wurde in einem zeitgenössischen städtebaulichen Zusammenhang der  INFO OFFSPRING-Kiosk geplant. 
Zu sehen ist ein Stadt-Hand-Apparat mit künstlerischem, populärem und theoretischen Material.
INFO OFFSPRING wurde in Rahmen des Hertzsch+Page‚ Better Living‘ Programms 1998 entwickelt 31.05. - 09.06.02 Stadt-Hand-Apparat.
www.infooffspring.de 

Erfunden, entworfen und auf die Füße gestellt haben das Projekt Eva Hertzsch und Adam Page, mit tätiger Hilfe des Kulturamts der Stadt. „Der Kiosk, die Imbissbude sind für uns eine notwendige Alternative im Stadtbild“, sagt Page.
aus  Sächsische Zeitung
Kultur (
www.sz-online.de)
11.05.02
Altmarkt

Umfrage im Internet: Ist Dresden ein Dorf?
Forum Stadtmitte will Bürgermeinung wissen.
„Hübsch, idyllisch, hausbacken – einfach Dresden, fern von Olympia, viel Platz, wenig Spaß, Städtchen im Dornröschenschlaf, Disneyland-Barock.“ Das Geheimnis um die seit Tagen hängenden und stehenden grellorangen Werbeplakate mit dem großen schwarzen Punkt darauf wurde am Sonnabend auf dem Altmarkt gelüftet.
Ein „Forum Stadtmitte“, dessen Beirat 16 Experten aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Architektur angehören, will einen Dialog mit den Dresdnern führen. Darum, ob Dresden zu Disneyland-Barock neigt oder sich zur europäischen Metropole entwickelt. Geführt werden soll die Diskussion ausschließlich per Internet unter der Adresse www.dresden-altmarkt.de

aus:
sz-online Dresden-Stadt vom  15. April 2002  


Buchvors(t)ell



Für Bauherren ist ein Buch erschienen, das die Zusammenarbeit mit dem Architekten erklärt. Wir meinen: Buch kaufen oder auch nur hineinschauen, zum Architekten und losbauen... 

Bauen mit dem Architekten,
 Blottner Verlag, 12,90 Euro, ISBN 3-89367-086-6

"Bioparc"-Doppelhelix


bild aus: dresden.de

Nachdem die Stiftung ihre Pläne zum "Bioparc" am 25.02.2002 vorläufig auf Eis gelegt hatte, will
Ardenne Anlagentechnik
das Lingner-Schloss sanieren
INTERVIEW MIT Peter Lenk, Chef der Dresdner Firma Von Ardenne Anlagentechnik

Was hatten Sie gegen den Bio-Parc?
Gar nichts. Wir wollten keine Konkurrenz zu Tschira und schon gar nicht Arbeitsplätze verhindern. Aber ich sehe keinen Grund dafür, warum mit der Doppelhelix ein riesiges Glashaus in den Park gebaut werden soll. Mit dem Lingner-Schloss verbindet uns eine gute Tradition. Hier hat Prof. Manfred von Ardenne, der ja auch Dresdens Ehrenbürger war, den Dresdner Klub ins Leben gerufen, einen Treff von Wissenschaftlern und Kulturschaffenden. Bis zur 800-Jahrfeier von Dresden 2006 möchten wir das Schloss gern saniert sehen.

Wie geht es weiter?
Wir haben erste Gespräche geführt. Jetzt wird an den Nutzungs- und Finanzierungskonzepten gearbeitet . Wir wollen mit der Stadt einen Pachtvertrag schließen und das Schloss schrittweise sanieren. Dresdner Unternehmen, die mitmachen wollen, sind herzlich willkommen. Das Schloss könnte zum Treff für die Wirtschaft werden.



aus:
sz-online Dresden 26. April 2002

ZEHN SÄTZE
Karin Großmann

entlockte in der SZ der Architektin Heike Böttcher ein interessantes Inteview:

Von den 10 Sätzen, deren Aussagen genauer beleuchtet und untermauert wurden hier einige:

1. Satz: „Wenn Auftraggeber und Architekt zu unterschiedliche Auffassungen vertreten, wird keiner glücklich.“
2. Satz: „Schönes sollte nützlich sein.“
6. Satz: „Selbstausbeutung führt nicht zu mehr Kreativität.“
9. Satz: „Jede Stadt braucht Gebäude, die nicht in die Reihe passen.“ Auch Dresden.
10. Satz: „Zu viele Kompromisse führen zu Mittelmaß.“
aus www.sz-online.de vom 14.05.02